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Erst durch die Verarbeitung
und Veredlung des Rohkaffees wird aus dem Naturprodukt
ein aromatisches Genussmittel. Bedingt durch die
begrenzte Haltbarkeit von geröstetem Kaffee
erfolgt die Verarbeitung in den jeweiligen Importländern.
Jeder Verarbeitungsschritt ist eine Wissenschaft
für sich und trägt entscheidend
zur Qualität des käuflichen Kaffeeproduktes
bei. |
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Die
Röstung
Mit der Röstung entscheidet sich, welche
der rund 800 flüchtigen Aromastoffe, die
in der Kaffeebohne schlummern, zum Leben erweckt
werden. Von den übrigen chemischen Substanzen,
die beim Röstprozess entstehen, einmal ganz
abgesehen. Erfahrene Röster kitzeln aus jeder
Bohne das Beste heraus, indem sie Temperatur und
Dauer des Röstvorgangs genau auf die jeweilige
Bohnensorte bzw. Rohkaffee-Qualität und den
Geschmack der Zielgruppe abstimmen.
Details |
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Die
Röstgrade
Durch den bei der Röstung erzielten Röstgrad
wird der Geschmack des Kaffees entscheidend mitbestimmt:
Helle Röstungen (bis ca. 218 °C) unterstützen
einen eher säuerlichen, weniger bitteren Geschmack.
Mit dunkleren Röstungen werden je nach
Temperatur (bis zu 225 °C) und Röstdauer
Kaffees mit eher bitterem Geschmack und weniger
Säuregehalt hergestellt. Details |
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Das
Mischen (Blending)
Vor dem Rösten oder manchmal auch danach werden
verschiedene Kaffee-Provenienzen entsprechend
den Rezepturen des Kaffeeherstellers vermischt.
So können in einer Mischung bis zu acht oder
mehr verschiedene Provenienzen Verwendung finden,
sortenreine Kaffees sind eher die Ausnahme.
Der Grund: Ein Kaffee, ausschließlich aus
Bohnen einer Ernte und Anbauregion geröstet,
würde unserem Gaumen wenig Freude machen. Unausgewogen,
zu bitter, zu sauer wäre
das vorhersehbare Geschmacksurteil.
Deshalb liegt eine besondere Kunst der Kaffeeherstellung
darin, verschiedene Bohnen unterschiedlicher Art,
Sorte und Herkunft
zu einer harmonischen Komposition zu mischen.
Hierbei wird versucht, natürliche
Schwankungen in der Qualität der Rohprodukte
durch ständige Qualitätskontrollen und
Anpassungen der Mischung und Verarbeitung auszugleichen.
Aufgabe der hierfür verantwortlichen Kaffeetester
ist es, neben einer konstant hohen Qualität
auch den markentypischen Geschmack des Endproduktes
zu gewährleisten. |
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Die
Mahlung
Der Mahlgrad des gerösteten Kaffees sollte
möglichst immer auf das jeweilige Zubereitungsverfahren
abgestimmt sein. Nur so können die im Kaffeemehl
enthaltenen Geschmacks- und Aromastoffe optimal
extrahiert werden. Für Filterkaffee werden
die Bohnen in der Regel auf eine Kornstärke
von 0,3 bis 0,5 mm gemahlen. Die Espresso-Zubereitung
macht einen wesentlich feineren Mahlgrad nötig
mit einer Kornstärke von maximal 0,2 mm. Details |
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Darreichungs-
und Verpackungsformen
Ob ganze Bohne, gemahlener Kaffee oder Instant-Produkt:
Um das flüchtige Aroma zu bewahren, wird
Kaffee zumeist luftdicht in Folie verschweißt
bzw. in Dosen oder Gläser verpackt. Immer
häufiger wird statt der Vakuum-Verpackung
auch Aroma-Schutzgas für die sensible Ware
eingesetzt.
Eine besondere Verpackungsform stellen die
Einzelportions-Systeme dar, die sich etwa ab
1970 in Verbindung mit den entsprechenden Geräten
etabliert haben (Nespresso-System, E.S.E., Cialde,
Servings, PODs). Hierbei ist das Kaffeemehl
für Espresso oder Kaffee vordosiert und
in speziellen Portionspackungen vorverpackt.
Eine besonders einfache Methode für besonders
bequemen Kaffeegenuss in gleich bleibender Qualität.
Hierfür müssen allerdings vergleichsweise
hohe Gebrauchskosten und - je nach System -
mehr Verpackungsabfall in Kauf genommen werden.
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